Therapeut*innen reißen sich um das Homöopathie Siegel

Wir befinden uns im Jahr 2025. In Deutschland weiß jedes Kind, dass Globuli lecker sind. Die Menschen können frei entscheiden, ob sie sich homöopathisch, naturheilkundlich oder schulmedizinisch behandeln lassen. Die meisten versuchen es erstmal mit „Kügelchen“, haben doch inzwischen auch die Medien erkannt, dass sie wirksam sind und ärmer an Nebenwirkungen. Heilpraktiker*innen und Ärzt*innen sprechen miteinander über Patient*innen, um gemeinsam zu überlegen, wie Ihnen am besten geholfen werden kann. Homöopathisch arbeitende Therapeut*innen – gleichgültig, ob Arzt/Ärztin oder Heilpraktiker*in – diskutieren ihre verschiedenen Ansätze wohlwollend unterstützend miteinander, um sich und die Homöopathie immer weiter zu entwickeln und zum Wohle der Patient*innen erfolgreicher zu werden: die genuine Therapeut*in mit der Predictive-Therapeut*in, Boger-Fans mit Sankaran-Anhänger*innen… und sie erkennen miteinander, dass Konstrukte manchmal hilfreich, aber auch einengend sein können. Patient*innen suchen ihre Homöopath*innen nicht mehr nach jameda aus, sondern nach dem SHZ-Siegel. Denn sie wissen, es steht für professionelle Homöopath*innen, die sich regelmäßig fortbilden und im Austausch mit ihren Kolleg*innen stehen. Und es steht für Ausbildungsinstitute, die nach neuestem Wissen nicht nur Homöopathie unterrichten, sondern ihre Lernenden auch in ihrer therapeutischen Persönlichkeit fördern. Therapeut*innen reißen sich um das SHZ-Siegel, denn sie wissen, dass sie damit automatisch einen hohen Zulauf an Patient*innen haben werden. Und es ist bekannt, dass sie gute Therapeut*innen sind, wenn sie die hohen Qualitätskriterien der SHZ erfüllen. Die von der Projektgruppe „Zertifikats-Prüfung 2025“ erarbeiteten Prüfungsrichtlinien stellen faire Anforderungen an die Prüfungsteilnehmer*innen. Die Prüfung erreicht in jeder Hinsicht ein so hohes Niveau, dass die SHZ-Prüfungsrichtlinien inzwischen richtungsweisend auch von Universitäten und anderen medizinischen Richtungen übernommen werden. Die neuen Homöopath*innen, die die Prüfung durchlaufen und bestanden haben, werden durch den aktiven Austausch innerhalb der SHZ-Therapeutengemeinschaft angeregt, sich in jeglicher Hinsicht permanent weiter auszubilden und freuen sich auf ihre Supervisionszeit, da sie wissen, dass sie bei Behandlungen in ihrer neuen eigenen Praxis immer jemand Erfahrenen hinter sich stehen haben, den sie bei Bedarf fragen können. Genauso wie die Ausbildungsinstitute mit SHZ-akkreditierten Ausbildungsgängen sich in regelmäßigen Treffen gegenseitig unterstützen und aushelfen. Sehr beliebt sind auch die SHZ-Kongresse: mit viel Spaß und Lebensfreude wird neben dem fachlichen Austausch ebenfalls das Miteinander gepflegt. Aufgrund des fachlichen und humorvollen Miteinanders gibt es inzwischen mehr Bewerber*innen um die Mitarbeit in der SHZ, als diese noch aufnehmen kann. Mit Freude werden diese nicht genutzten Ressourcen umgeleitet in externe Expertengremien, die sich um spezielle Aufgaben kümmern und damit die Homöopathie immer attraktiver machen. Die Politiker*innen zeigen sich gerne mit bekannten Homöopath*innen und Vertreter*innen der SHZ, denn sie wissen: dann sind ihnen die Wählerinnen und Wähler bei der nächsten Wahl wohl gesonnen. Und auch die Krankenkassen haben erkannt, dass sie viel Geld sparen können, wenn sie Homöopathie und Allopathie gleichberechtigt bezahlen. So werben die ersten Krankenkassen mit niedrigeren Beiträgen, weil viele ihrer Kund*innen hauptsächlich die günstigere Homöopathie nutzen…


Das ist meine Vision der Homöopathie. Ihr glaubt nicht dran? Habt ihr geglaubt, dass eine Jugendliche, die sich jeden Freitagvormittag auf die Treppe des Stockholmer Parlamentsgebäudes setzt, innerhalb eines Jahres damit weltweit eine Millionenbewegung in Gang setzt? Oder hat Rudolf Steiner bei seinen Impulsvorträgen zur Landwirtschaft 1924 erwartet, dass sich daraus ein bis heute weltweit anerkanntes Zertifikat entwickelt, welches ab 1941 einige Jahre verboten war, also auch schwierige Zeiten durchgemacht hat?
Ich frage mich regelmäßig, sowohl bei erfolgreichen als auch bei nicht erfolgreichen eigenen Unternehmungen und Projekten, was habe ich dazu beigetragen? Ich versuche zu rekonstruieren, was habe ich in der Vergangenheit getan, dass etwas später erfolgreich (oder nicht erfolgreich) wurde? Ich verstehe immer mehr, dass gutes Gelingen viel mit meiner inneren positiven Einstellung zu tun hat und vor allem mit dem Tun. Ob ich Chancen in meinem Leben genutzt oder liegen gelassen habe, liegt in allererster Linie daran, ob ich sie aktiv angegangen bin. Wenn ich nur gedacht habe, das ist ja eine gute Idee, aber Nichts dafür getan habe, keine Energie investiert habe, dann ist auch nichts entstanden.
Ich erlebe seit über 30 Jahren in meiner Praxis, wie erfolgreich die Homöopathie sein kann und wie daran zweifelnde Menschen oder Ärzt*innen zu Befürworter*innen werden können, wenn sie diese Erfolge am eigenen Leib erfahren oder bei ihren Patient*innen sehen.


Und ich erlebe, dass die SHZ schon vieles von dem oben Beschriebenen als Grundlage geschaffen hat: eine Ansammlung von Expert*innen, die sich in empathisch unterstützender Atmosphäre für diese Entwicklung einsetzen. Aber sie schaffen es nicht allein zur „weltweiten Bewegung“: weder reicht die Menge an notwendiger ehrenamtlicher Arbeit (trotz über 800 Stunden ehrenamtlicher Arbeit pro Jahr alleine des Vorstandes), noch hat die SHZ das finanzielle Polster, was dafür notwendig ist.


Dazu brauchen wir euch!


Wie ist eure Vision 2025? Wie sieht eure Praxis 2025 aus und wo seht ihr die Homöopathie 2025?


Eine gute Homöopathin / ein guter Homöopath zu sein reicht heute leider nicht mehr aus, um eine erfolgreiche Praxis zu führen. Dazu gehören auch gute Praxisführung, ein empathischer Umgang mit den Patient*innen und vieles mehr. Setzt ihr eure Vision 2025 jeden Tag ein Stück weit für eure Praxis und die Homöopathie um?


Welches Expert*innenwissen habt ihr und wieviel ehrenamtliche Arbeit könnt ihr einbringen? Wenn ihr teamfähig seid, profitiert ihr ganz sicher vom Austausch mit anderen. Und es ist nicht nur homöopathisches Wissen gefragt: Kenntnisse in Marketing, Computertechnik, Vernetzung und vielen weiteren Bereichen sind ebenso hoch geschätzte Ressourcen wie gute Kontakte bzw. Kontaktfähigkeit!


Wie können wir das SHZ-Siegel auf eine gute finanzielle Grundlage stellen? Wie wäre es mit Geburtstagsspendenaktionen oder testamentarischen Verfügungen oder warum zahlen nicht Homöopath*innen, die aus Altersgründen ihre Praxis aufgeben, freudig ihren Beitrag weiter, weil sie die Entwicklung der Homöopathie zur gesellschaftlich relevanten Therapie unterstützen möchten?

Die zahlreichen Teilnehmer*innen am United to Heal Online-Kongress zeigen genauso, wie die Millionenausgaben für homöopathische Mittel in Deutschland, wie sehr die Homöopathie gewünscht wird. Und es gibt für jeden von uns einen Platz innerhalb dieser Gemeinschaft.

Wir sind jetzt etwa 750 SHZ-zertifizierte Homöopath*innen und etwa 1.200 Mitglieder im VKHD. Dazu kommen etwa 6.000 Ärzt*innen mit der Zusatzbezeichnung Homöopathie und zahlreiche Homöopath*innen, die entweder gar nicht oder in anderen Verbänden organisiert sind.


Ich hoffe sehr, dass die 450 Mitglieder des VKHD, die nicht SHZ-zertifiziert sind, alle BKHD-zertifiziert sind. Wie sollen wir sonst nach außen hin Gewicht bekommen, wie sollen wir politisch und gegenüber den Krankenkassen mit einer Stimme sprechen, wenn wir als Homöopath*innen nicht unsere Qualität nach außen mit einem Siegel zeigen?


Ich glaube an meine Vision. Wenn ihr eine ähnliche Vision für die Homöopathie habt, dann engagiert euch in eurem Rahmen, sei es mit Ideen, mit ehrenamtlicher Arbeit, mit Netzwerken, mit Geld: alles ist hilfreich, wenn es strukturiert und kanalisiert wird. Deshalb arbeite ich für die SHZ, seit Februar 2021 als Vorsitzender des Stiftungsrates.


Jens Hillebrecht

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