Schülerecke - Evangelische Stephanusgemeinde Gießen

Die SHZ wendet sich verstärkt an die zukünftigen Kolleginnen und Kollegen

Den direkten Draht zu den Lernenden zu stärken und die Wünsche der Schüler in unsere Qualitätsentwicklung einzubeziehen, ist eines unserer dringenden Anliegen. Daher haben wir in diesem Mai – als ersten Schritt – zwei Schülerinnen aus unterschiedlichen Ausbildungsinstituten zu den Fortbildungstagen in Zell am Main eingeladen.

Es war uns eine große Freude, sie mit dabei zu haben. Ihre Beiträge aus der Schülerperspektive sind sehr hilfreich und hinweisend für die Arbeit der SHZ.

Wir freuen uns sehr, Ihre Erfahrungsberichte veröffentlichen zu dürfen. Dafür herzlichen Dank!

 


 

Erfahrungsbericht von Maria Codreanu-Neuhof auf der Dozenten-und Schulleiterkonferenz der SHZ am 30.06. und 31.06.2018 in Zell am Main

Ich durfte mit Katharina Kampits an den beiden Tagen der Dozenten-und Schulleiterkonferenz der SHZ in Zell am Main, als Gast beiwohnen. Wir wurden beide von Anfang an von Doris Beurskens herzlich empfangen und ich fühlte mich daher von Anfang an gesehen in dieser für mich neuen Gruppe.

Der erste Tag stand im Zeichen einer exemplarischen Unterrichtseinheit, die ich bei Stefan Reis erleben durfte. Die Aufgabe bestand darin sich wieder in die Rolle des Lernenden zu begeben und den Unterricht zu bewerten, was mir natürlich nicht schwer fiel, da ich bis vor einigen Wochen selber noch Schülerin gewesen bin. Es war für mich sehr interessant eine völlig andere Art des Unterrichts zu erleben, als ich es an der Naturopath Schule erlebe: inhaltlich wie aucha zeitlich, konnte ich eine neue Erfahrung des MM-Lernens erleben, was mich sehr beeindruckt hat und gleichzeitig spürte ich, dass diese Art des Unterrichts wahrscheinlich nicht meinem persönlichen Lernstil entspricht. Ich fand es auch interessant zu beobachten, wie unterschiedlich gut die anderen Teilnehmer/innen des Unterrichts sich auf das „Experiment“ einlassen konnten. Die anschließende Diskussion erlebte ich vor allem aus der Beobachterrolle.

Am zweiten Tag erlebte ich am Vormittag einen wunderbaren Input, der mich sehr begeistert hat, vor allem für das Lernen der Materia Medica. Die Leidenschaft der Redner hat mich sehr angesprochen und auch mitgerissen, neugieriger zu sein und mir einen neuen Umgang mit der Materia Medica vermittelt, fernab vom schulischen Lernen. Seitdem lese ich jeden Tag ein neues Mittelbild.

Der zweite Teil des Tages war von Austausch über Sinn und Zweck der SHZ im Allgemeinen geprägt, mehrere Thementische diskutierten zu einem bestimmten Thema die SHZ betreffend. Katharina und ich moderierten den Tisch über die grundsätzliche Frage: SHZ-Zertifizierung ja oder nein, und wenn ja, warum? Es war für uns beide sehr interessant festzustellen, dass sogar wir zwei mit unterschiedlichen Meinungen dazu in unsere Homöopathie-Ausbildung gestartet sind. Katharina berichtete davon, dass sie gezielt nach einer SHZ akkreditierten Schule gesucht hatte, um ihre Ausbildung zu machen. Im Gegenteil zu mir, die am Anfang der Ausbildung völlig davon abgeschreckt war, nochmal eine Prüfung machen zu müssen. Ich entschied mich erst im letzten Ausbildungsjahr für die SHZ-Zertifizierung. So unterschiedlich ging es auch im Allgemeinen an unserem Tisch zu. Es war für mich toll zu erleben, wie auch SHZ zertifizierte Homöopathen die Akkreditierung kritisch diskutieren. Generell war ich sehr beeindruckt wie sehr Kritik willkommen war, das ist selten zu beobachten.

Im Nachhinein kann ich feststellen, dass ich eine wirklich große Bereicherung an diesen zwei Tagen erleben durfte, wobei mich der zweite Tag inhaltlich am meisten fasziniert hat. Aber nicht nur inhaltlich gab es für mich viel Input, sondern auch zwischenmenschlich konnte ich Einiges für mich mitnehmen. Es war toll diese Gemeinschaft zu erleben und die Menschen hinter der SHZ, dadurch ist es für mich greifbarer geworden, worum es wirklich bei dieser Akkreditierung geht. Ich fühlte mich auf Anhieb willkommen und wertgeschätzt, auch an dem wunderbaren Abend in Laub bei der Familie Leisten.

Ich möchte zum Abschluss auch meine Einschätzung dazu äußern, ob es sich lohnt solche Veranstaltungen für Schüler oder Schülerinnen zu öffnen, um sie in der Entscheidung für eine Akkreditierung zu stärken. Ich persönlich vermute, dass solche Veranstaltungen vor allem für Schüler oder Schülerinnen interessant sind, die sowieso schon in Richtung Akkreditierung tendieren. Die Begeisterung für die Akkreditierung muss schon früher angelegt werden und am besten direkt in der Schule. Ich könnte mir vorstellen, dass es hilfreich wäre, regelmäßige Infoveranstaltungen in den Schulen anzubieten, um die SHZ vorzustellen, um Raum für Gespräche zu schaffen, damit Schüler und Schülerinnen frühzeitig sich ein Bild von der SHZ machen können und erfahren warum es sich lohnt, eine Zertifizierung anzustreben. Daher glaube ich, dass der Zweck dieses „Experiments“ damit nicht erfüllt wird, da wir beide schon für die Zertifizierung entschieden sind und die Berührung mit der SHZ wesentlich früher in der Ausbildung geschehen sollte.

Trotz allem, war es für mich eine wertvolle Erfahrung und hat meine Entscheidung für die SHZ Zertifizierung nur weiter bestärkt.

Maria Codreanu-Neuhof

 


 

SHZ-Dozenten- und Schulleiterkonferenz 30./31.5.2018 Kloster Oberzell
- aus der Sicht einer Schülerin-

1.Tag, Dozenten-Fortbildung „Homöopathie-Unterricht aus der Praxis für die Praxis“

Isabelle Guillou

Isabelle hat – was ich sehr mutig und ganz toll fand – einen „Beispielsunterricht“ aus ihrer Schule mit uns durchgeführt. Trotz aller Schwierigkeiten (knappe Zeit, Rollenwechsel,…) war das ein sehr spannendes Experiment und ich fand es sehr interessant, andere Unterrichtsmethoden kennenzulernen.

Ich habe mich in meiner Gruppe total integriert und eingebunden gefühlt, keine Spur von Berührungsängsten oder Standesdünkel.


2.Tag, Dozenten- und Schulleiterkonferenz „Inspirieren, Diskutieren, Mitnehmen“

Marion hat (nicht nur an diesem Tag, natürlich auch am Tag davor) herzlich, leidenschaftlich und souverän durch den Tag geführt und moderiert – das ist auch nicht selbstverständlich und viele Konferenzen oder Workshops würden sich eine solche Leitung wohl wünschen!

Die verschiedenen Vorträge (egal, ob der von Doris, der von Jürgen und Susann, der von Roland oder der von Carl) waren lebendig und verdeutlichen die Vielfalt der Homöopathie. Die Workshops und Tools, die wir eingesetzt haben, fand ich sehr belebend und die Ergebnisse waren (zumindest für mich) ein ganz großer Gewinn.
Für alle war ganz klar, was Roland auch so schön herausgearbeitet hat: die MM-Lernhilfen müssen aktualisiert werden, trotz aller Schwierigkeiten, einen Konsens zu finden (das ist auch für mich, die gerade in der Lernphase vor der Prüfung steckt, ganz deutlich: die Lernhilfen sind manchmal eher ein Hindernis…)

Toll ist die Plattform, die Jürgen einsetzt – so etwas schulenübergreifend anzubieten, entspricht dem Zeitgeist und spricht viele Schüler an. Ein Quiz macht Spaß, ich kann in nur 5 Minuten etwas lernen, ich muss nicht immer auf den Unterricht warten, um eine Frage beantwortet zu bekommen und dennoch ist der Dozent immer im Hintergrund da. So etwas würden sich, glaube ich, viele wünschen: eine moderne, zeitgemäße Lernmethode.

Besonders Carl hat auf einen weiteren sehr wichtigen Punkt hingewiesen: die Zertifizierung ist ein Gewinn und eine Chance, kein Muss und nichts, wovor man Angst haben muss. Das ist so wichtig, an den Schulen zu kommunizieren! (ich war natürlich mit Ursel als Dozentin da sehr privilegiert).

Fazit:
Wäre es für mich persönlich nicht schon zu Beginn meiner Ausbildung klar gewesen, dass ich eine SHZ-zertifizierte Ausbildung machen möchte, dann würde ich das spätestens jetzt wollen. Ich habe die SHZ als eine überaus lebendige, spannende, offene, vielfältige und sehr inspirierende Gemeinschaft erlebt, die ein Ziel hat: die Qualität der Ausbildung und damit auch die Qualität der Behandlung zu sichern und zu heben.

Das Bemühen, so viele unterschiedliche Richtungen und Persönlichkeiten doch unter einen Hut (nämlich den einer qualitativ hochwertigen Grundlagenausbildung) zu bekommen, kann m.E. gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Danke allen dafür!

Wir wurden so freundlich und nett von allen aufgenommen, es war eine wirklich schöne und offene Atmosphäre, in der man sich ganz leicht integrieren kann.
Als Homöopathie-Frischling (ich habe seit 2 Jahren meine Praxis) ist es natürlich ganz toll, so viele bekannte Kolleginnen und Kollegen, deren Bücher oder Artikel man gelesen hat, persönlich kennenzulernen. Ich kann mir gut vorstellen, dass das auch viel Schwellenangst abbaut und dieser persönliche Kontakt überaus inspirierend und motivierend ist.

Die Idee mit dem Imagefilm fand ich sensationell, die beiden Jungs haben einen tollen Job gemacht und ich bin sehr gespannt auf das Endergebnis

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